Gemeinderat besichtigt Kindergarten „Gartenkinder“ des Trägers Schneckenhaus e.V.

„Einen Tag noch einmal ein Kindergartenkind sein.“ Dass wünschen sich viele Menschen noch einmal im Leben. Sorglos und unbeschwert einen Tag mit seinen Freunden verbringen. Spielen, lachen und die Zeit genießen. Der Gemeinderat aus Sulzfeld durfte am 05.10.2021 im Rahmen einer Besichtigung zumindest sich dieses Gefühl einmal vorstellen.

Gemeinsam mit der Leiterin Frau Mitzel und der Leiterin des Trägers Schneckenhaus e.V. Frau Dörsam sind die Gemeinderäte einen Tagesablauf der Gartenkinder nachgelaufen.

Der Kindergarten „Gartenkinder“ hat seinen Betrieb bereits am 6. Dezember 2019 im neuen Gebäude im Allmend aufgenommen. Allerdings konnte aufgrund der Covid-Pandemie noch keine offizielle Einweihung auch für die Öffentlichkeit stattfinden.

Nachdem die Bürgermeisterin Sarina Pfründer die Gemeinderäte und Gemeindemitarbeiter begrüßt hatte ging auch die Reise „noch einmal Kind sein“ los. Die Kinder starten den Kindergartentag zwischen 7 Uhr und 8.30 Uhr. Mit passender Kleidung, je nach Wetterlage, kommen die Kinder im Garten des Kindergartens an. Hier dürfen sie im sogenannten „Freien Spielen“ die Natur erkunden. Vor allem der „Matschberg“ ist bei den Kindern sehr beliebt. „Wir, die Erzieherinnen, staunen jedes Mal aufs Neue, was für kreative Ideen die Kinder haben“, erzählte die Leiterin. Doch nicht nur der Matschberg, sondern auch eine selbst gebaute Werkbank oder der Gemüsegarten ist eine Attraktion. Nachdem sich die Kinder mit einem Frühstück gestärkt haben, analysieren sie gemeinsam das Wetter und besprechen, auf was man hierbei besonders achten muss. Je nach Jahreszeit wird das Programm angepasst. Im Frühling lernen die Kinder das Anlegen eines Gemüsegartens, den sie im Sommer ernten dürfen, kennen. Im Herbst werden Zwetschgen gesammelt und zu Mus verarbeitet. Nachdem nun alle Kinder durchnässt und matschige Kleidung haben, wird gemeinsam in das Haus gegangen. Nach einer kleinen Ruhephase mit Stärkung dürfen die Kinder selbstständig spielen. Hierzu sind im Haus verschiedene Projektbereiche wie ein Atelier, die Bauecke oder der Basteltisch aufgebaut. Um 14 Uhr endet ein erfolgreicher Kindergartentag und die Kinder gehen wieder nach Hause.

Der Tagesablauf der Kinder ist am Konzept der Reggio-Pädagogik angesetzt. Die Grundlage hierfür sind die fünf Säulen: Kindesentwicklung in seiner Persönlichkeit, das Arbeiten in Projekten, Erzieher sind nur Begleiter, Projekträume als dritte Erzieher nutzen und die Dokumentation. Um dieses Säulenkonzept umzusetzen, nutzen die Gartenkinder die Natur und lernen diese zu lesen, achten und lieben.

Die Gemeinderäte waren sichtlich begeistert von dem Konzept der „Gartenkinder“ und würden gerne noch einmal einen Tag im Kindergarten als Gartenkind verbringen.

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