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Mietspiegel: Gemeindeverwaltungen befragen 2.000 Vermieter

Rund 2.000 Eigentümerinnen und Eigentümer von Mietwohnungen in den Gemeinden Oberderdingen, Sulzfeld und Zaisenhausen werden in den kommenden Tagen Post von der Gemeindeverwaltung erhalten. Grund dafür ist der neue Mietspiegel, der Ende 2019 erstmals erscheinen soll. Hierfür benötigen die Gemeinden Angaben zu den vermieteten Wohnungen inklusive der Miethöhe.
Der Mietspiegel liefert ein wissenschaftlich abgesichertes, differenziertes Bild der bestehenden Mieten auf dem Wohnungsmarkt: Wie sieht die ortsübliche Vergleichsmiete aus? Welche Spannen sind an den unterschiedlichen Standorten vorhanden? Damit bildet er die Basis für die Gestaltung der Mieten vor Ort. Als neutrales und kostenfreies Vergleichsinstrument für Mieterinnen und Mieter, für die Verwaltung sowie Eigentümerinnen und Eigentümer hilft er, Mietstreitigkeiten zu vermeiden.
Aus diesem Grund hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau für 2018 und 2019 Fördermittel in Höhe von jährlich 400.000 € freigegeben, um qualifizierte Mietspiegel anzufertigen. Eine Förderung der Kommunen ist aber nur dann möglich, wenn mindestens zwei Gemeinden, die zusammen mindestens 10.000 Einwohner haben, zu diesem Zwecke kooperieren. Daher hat sich Sulzfeld mit Zaisenhausen und Oberderdingen zusammengeschlossen und einen Förderantrag gestellt. Zusammen kommen die Gemeinden auf 17.397 Einwohner. Pro Einwohner erhalten die kooperierenden Gemeinden 0,50 € von den Fördermitteln. Ende November 2018 wurde der gemeinsame Förderantrag vom Ministerium bewilligt und eine Summe von Fördermitteln in Höhe von knapp 8.700 € kann nun für die Erstellung eines qualifizierten Mietspiegels eingesetzt werden.

Bitte um Beteiligung
Mit der Erstellung des Mietspiegels haben die Gemeinden Oberderdingen, Sulzfeld und Zaisenhausen das Hamburger Institut Analyse & Konzepte beauftragt. Die Teilnahme ist freiwillig. Eine Zufallsstichprobe aus den Adressdaten der Gemeinden entscheidet darüber, wer angeschrieben wird. Dabei werden alle gesetzlichen Datenschutzregeln strengstens eingehalten.

Aufgrund der großen Bedeutung des Mietspiegels bitten die Gemeinden die Vermieter darum, sich zahlreich an der Befragung zu beteiligen. Wer einen Fragebogen erhält, möge diesen bitte ausgefüllt an das beauftragte Institut zurücksenden – portofrei im beiliegenden Rückumschlag oder online.