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Verabschiedung von Hauptamtsleiter Bernfried Hettler

In einer Feierstunde am Donnerstag, 20.12.2018 konnte Bürgermeisterin Sarina Pfründer nicht nur den langjährigen Hauptamtsleiter, sondern auch einen besonderen Mitarbeiter der Gemeinde in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden.
Nach über 33 Jahren im Dienst der Verwaltung der Gemeinde Sulzfeld geht Hauptamtsleiter Bernfried Hettler nun in den wohlverdienten Ruhestand.
In ihrer Laudatio betonte Bürgermeisterin Pfründer, dass mit Bernfried Hettler ein Urgestein mit beachtlicher Kompetenz in allen Bereichen der Verwaltung und großem Pflichtgefühl der Gemeinde gegenüber das Rathaus verlassen wird. Sie ging auf den beruflichen Werdegang und die Verdienste des scheidenden Hauptamtsleiters ein.
Am 01.11.1985 wurde Bernfried Hettler als Hauptamtsleiter der Gemeinde Sulzfeld eingestellt. Bürgermeisterin Pfründer bezeichnete dies als Glücksfall für die Gemeinde. Als Hauptamtsleiter habe er die Gemeinde Sulzfeld an zentraler Stelle geprägt und vorangebracht. Durch seinen großen Sachverstand, gepaart mit absoluter Zuverlässigkeit wurde Bernfried Hettler von der Sulzfelder Bürgerschaft sehr geschätzt.
Sein Aufgabengebiet waren u. a. die Bereiche Kindergarten, Schule, Jugend, Seniorenbeirat, Vereine, Städtepartnerschaf-ten und die Verantwortung für die Leitung des Bauhofes. Neben weiteren Zuständigkeiten, wie z. B. das Personal und die Durchführung der Wahlen gehörte zu seinem Tätigkeitsbereich auch die Geschäftsstelle des Gemeinderats. Daneben begleitete Bernfried Hettler auch die Flurbereinigung und war für die Verwaltungsgemeinschaft Sulzfeld-Zaisenhausen zuständig. Bürgermeisterin Pfründer würdigte die Verdienste von Bernfried Hettler für die Gemeinde Sulzfeld. Sie bescheinigte ihm nicht nur ein fundiertes Fachwissen, sondern lobte auch seinen Pragmatismus und gesunden Menschenverstand im Umgang mit den Bürgern. Bernfried Hettler genoss eine hohe Anerkennung in der Bevölkerung und prägte die Arbeit und das Selbstverständnis der Gemeindeverwaltung maßgeblich.
Bürgermeisterin Pfründer dankte dem Amtsleiter für seine stets loyale, zuverlässige und engagierte Arbeit und betonte den reichen Erfahrungsschatz, mit dem er ihr als wichtiger Ratgeber in den vergangenen acht Jahren zur Seite stand. Sie wünschte ihm bei guter Gesundheit einen erfüllten Ruhestand.
Von Seiten des kommunalen Kindergartens erfuhr Bernfried Hettler besondere Wertschätzung. Die Leiterin des Kindergar-tens, Frau Michèle Söder, sagte, sie könnte ihm ein „hervorra-gendes Arbeitszeugnis“ ausstellen und hob das breite Wis-sensspektrum hervor, mit dem sich der Hauptamtsleiter in die Kindergartenarbeit einbrachte. Nach einem Lied der Schulan-fänger „Wir gehen heut auf den Bauernhof, zum Bauern Hettler, da ist was los“ durften die Kinder den scheidenden Hauptamtsleiter mit dem Traktor aus dem Sitzungssaal fahren.
Von Seiten der Evangelischen Kirchengemeinde bedankte sich Pfarrer Fränkle zusammen mit dem Vorsitzenden des Kirchengemeinderates Rolf Krüger für die jahrzehntelange vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den beiden Kindergartenträgern. Die Gespräche seien stets von gegenseitigem Respekt und Verständnis, auch bei manchmal unterschiedlichen Interessen, geprägt gewesen. Dabei sei Hauptamtsleiter Hettler immer um faire Regelungen, gerade auch bei vertraglichen Vereinbarungen, bemüht gewesen.
Auch Rektor Andreas Schey als Vertreter der Gemeinschaftsschule Blanc-und-Fischer-Schule würdigte die kooperative und stets faire Zusammenarbeit mit dem scheidenden Hauptamtsleiter und verdeutlichte dies mit einem Zitat des Schweizer Schriftstellers Max Frisch mit den Worten „Man sollte die Wahrheit dem anderen wie einen Mantel hinhalten, dass er hineinschlüpfen kann - nicht wie ein nasses Tuch um den Kopf schlagen.“ Er betonte die Fähigkeit von Bernfried Hettler zu einem jederzeit kollegialen und respektvollen Umgang miteinander, aber auch sein enormes Fachwissen.
Bernd Hildebrand als Vertreter der örtlichen Vereine schätzte die immer offene, vertrauens- und respektvolle Zusammenarbeit mit Bernfried Hettler. Der Amtsleiter habe stets ein offenes Ohr für die Belange und Interessen der Vereine gehabt.
Der erst seit kurzer Zeit als Leiter des Bauhofes tätige Thomas Schüle unterstrich die Kompetenz des Amtsleiters und dankte ihm für die Unterstützung in den ersten Monaten an seiner neuen Wirkungsstätte. Er lud den angehenden Pensionär zur Übergabe der für den Bauhof neu anzuschaffenden Fahrzeuge ein.
Den guten Wünschen der Bürgermeisterin für den Ruhestand schloss sich für den Gemeinderat auch Bürgermeisterstellvertreter Ulrich Fischer an. Die erste Gemeinderatssitzung, so Fischer, absolvierte Bernfried Hettler im Dezember 1985 als Schriftführer. Seither war der scheidende Hauptamtsleiter an ca. 500 Ratssitzungen mit 6500 Tagesordnungspunkten betei-ligt, betonte der Bürgermeisterstellvertreter. Er bedankte sich im Namen der Mitglieder des Gemeinderates für die vertrauensvolle und von Verhandlungsgeschick, außergewöhnlich großem Sachverstand und absoluter Zuverlässigkeit geprägte Zusammenarbeit mit dem Gremium und wünschte dem angehenden Pensionär alles Gute für die Zukunft.
Abschließend bedankte sich Bürgermeisterin Pfründer bei der Ehefrau Susanne Hettler für die jahrzehntelange Unterstützung ihres Mannes mit einem Blumenpräsent. Sie machte deutlich, dass eine solch arbeitsintensive Tätigkeit ohne eine starke Frau, die den Rücken stärkt, nicht auszuüben wäre.Stellvertretend für den Personalrat bedankte sich Petra Hecker mit einer launigen Rede, in der sie auch auf die ein oder andere kleinere Schwäche ihres Chefs einging, für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Insbesondere die Tatsache, dass Bernfried Hettler seine Arbeit oft über sein Privatleben und seine Gesundheit stellte, nötigte allen Kolleginnen und Kollegen Respekt und Anerkennung ab. Die Vorsitzende, Frau Evita Bauer, bedankte sich im Namen des Personalrates mit einem Obstbäumchen und den besten Wünschen für den bevorstehenden Ruhestand.
Nach Überreichung von Präsenten, u. a. eine Fotocollage mit verschiedenen Bildern des Hauptamtsleiters in den vergangenen 33 Jahren und einem Lied der Rathausmitarbeiter bedankte sich Bernfried Hettler für die lobenden Worte.
Die Arbeit habe sich in den über drei Jahrzehnten gewandelt, von der Hoheits- zur Dienstleistungsverwaltung, sagte Hettler. Zudem werde das Verwaltungshandeln inzwischen durch viele gesetzliche Vorgaben, z. B. aktuell die Verschärfung des Datenschutzes immer schwieriger und zeitintensiver, auch die Verfahren in der Bauleitplanung sind dafür ein gutes Beispiel.
Sein Bestreben sei es immer gewesen, so der Hauptamtsleiter, die Bürger mit ihren Anliegen ernst zu nehmen und ihnen zu helfen, wenn dies möglich war.
Die Tätigkeit an verantwortlicher Stelle innerhalb der Gemein-deverwaltung habe ihm immer Spaß gemacht. Der angehende Pensionär gab aber auch zu, dass es häufig nicht einfach war den Anforderungen in Verbindung mit den eigenen Ansprüchen an die Qualität der Erledigung gerecht zu werden. Ein besonderes Anliegen war ihm die Ausbildung der jungen Verwaltungsleute. „Mein Ziel war es, ihnen neben dem Fachwissen auch etwas für das Leben mitzugeben.“ Bernfried Hettler dankte den Kolleginnen und Kollegen für das gute Miteinander und Betriebsklima sowie die Unterstützung. Seinen besonderen Dank an seine engste Mitarbeiterin Petra Hecker brachte er mit einem Blumenstrauß  zum Ausdruck.
Sehr erfreut zeigte sich der scheidende Amtsleiter auch über das gute Verhältnis zu seinem Nachfolger in der Zeit der Einarbeitung.
Auch der Familie dankte er für ihr Verständnis für die eine oder andere Überstunde zur Erledigung von Arbeiten.
Und nicht zuletzt dankte Bernfried Hettler Bürgermeisterin Sarina Pfründer für die schöne Verabschiedung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit, wie er sie in den ersten 25 Jahren seiner Tätigkeit in Sulzfeld auch mit deren Vorgänger Eberhard Roth gepflegt hatte.