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JugendTechnikSchule bei der Firma Mayer - Schüler bauten Cajons

Bereits der vierte Kurs der JugendTechnikSchule konnte nun bei der Firma Möbelmanufaktur Mayer verabschiedet werden. Geschäftsführer Frank Mayer freute sich, neben den Schülern auch die Kooperationspartner Herr Volz und Frau Nagel von der Musik- und Kunstschule begrüßen zu können. Gerne unterstütze die Firma die Blanc-und-Fischer-Schule bei diesem Projekt. Ausbildungsleiter Huber Schacherl hat zusammen mit den Schülerinnen jeweils ein Cajon gebaut. „Es hätte kein passenderes Musikinstrument geben können“, meinte Bürgermeisterin Sarina Pfründer in Anlehnung an die Sulzfelder Partnerstadt El Cajon. Die JugendTechnikSchule bringe Betriebe und Auszubildende zusammen. Darüber zeigte sich auch Konrektorin Ilona Reder beeindruckt, zumal die Gemein-schaftsschule zwischenzeitlich acht Firmenkooperationen pflege.

„Die JugendTechnikSchule (JTS) bietet eine hervorragende Orientierungsmöglichkeit in der offenen und durchlässigen Bildungslandschaft in Baden-Württemberg. Die Kurse der JTS sind ein Zusatzangebot zum normalen Berufsorientierungsun-terricht. Sie finden direkt in Firmen statt, um ein authentisches Berufsbild vermitteln zu können“, berichtete wfg-Geschäftsführer Stefan Huber. Die Regionale Wirtschaftsförderung Bruchsal GmbH hatte das Projekt initiiert.

Die Schülerinnen aus Klasse acht der Sulzfelder Schule waren mit der JTS sechs Nachmittage bei der Firma Innenarchitektur und Möbelmanufaktur Mayer in Sulzfeld und lernten das Arbeiten mit Holz kennen wie auch das Unternehmen selbst. Unter Anleitung von zwei Auszubildenden bauten sich die Jugendlichen jeweils ein Cajon, eine Sitztrommel.

„Die Jugendlichen haben kräftig gesägt, gebohrt, gefeilt und geschmirgelt und hatten „erkennbar viel Holzstaub in den Haaren“, resümiert Hubert Schacherl, Ausbildungsleiter bei Mayer.
Im Gespräch mit den Schülern machte er deutlich, dass Handwerk tatsächlich „goldenen Boden“ hat und eine solide Ausbildung viele Türen öffnet.
 
Die WFG bringt Firmen mit der JTS in unmittelbaren Kontakt zu Schülern. Die Kurse sind ein Instrument, um Firmen wir-kungsvoll zu helfen, geeignete Fachkräfte zu finden. Für Schüler bietet die JTS die Möglichkeit, einen ersten praktischen Einblick in Berufe und Betriebe zu erhalten – außerhalb des Schulalltags und außerhalb der Schulräume. Aus der Abschlussrunde des ersten Kurses entstand die Idee, künftig einen Percussionisten einzubeziehen, der mit den Jugendlichen zum Abschluss des Workshops einige Rhythmen (Grooves) lernt. Dieser Impuls floss in den zweiten Kurs bereits mit ein.

Die Planung und didaktische Durchführung der Kurse obliegt der WFG und der Musik- und Kunstschule Bruchsal (Muks). Die Schüler werden in der Regel von der Muks an der Schule abgeholt und von Anfang bis Ende pädagogisch begleitet. Die Firmen stellen ihre Werkstatt und Material zur Verfügung und können sich als attraktiver Arbeitgeber präsentieren. Die Stif-tung der Volksbank Bruchsal-Bretten und die Bruchsaler Bil-dungsstiftung unterstützen das Projekt ebenso wie die Agentur für Arbeit.

Das Kursformat wurde in den letzten Jahren mit mehreren Schulen und Firmen der Region erprobt. Nun hat die WFG Fördermittel eingeworben, mit denen das Projekt ausgeweitet und in größerem Stil betrieben werden kann. Die JTS kann dank dieser Förderung flächendeckend und regelmäßig in allen WFG-Gemeinden angeboten werden.

Unter dem Titel „Sprungbrett Ausbildung“ hat die WFG ein Konzept erarbeitet, mit dem vor allem kleine Betriebe bei der Nachwuchssicherung unterstützt werden sollen. Das Bun-desministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat für die Umsetzung dieses Konzepts nun Fördermittel bewilligt. Diese kommen den Unternehmen vor Ort zugute – bspw. in Form von JugendTechnikKursen, Social Media Beratung und zielgruppengerechten Veranstaltungen zur Ausbildungsvermittlung.