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Hinrich Zürn zeigt Skulpturen der Eppinger Linien und Malerei

In seiner traditionellen Ausstellung zur Kerwe in Sulzfeld präsentiert der Kulturkreis vom 27. September bis 18. Oktober 2015 mit Malerei von Hinrich Zürn wieder einmal Kunst aus der Region.

Seit 2001 lebt und arbeitet der weitgereiste Künstler in der Mühle Streichenberg bei Stebbach.
Nach dem Abitur in Eppingen studierte Zürn zunächst Forstwirtschaft in Freiburg und absolvierte dann ab Mitte der 1990er Jahre ein Studium der Malerei an der Hochschule der Bildenden Künste in Saarbrücken und der École Nationale des Beaux Arts de Dijon in Burgund/Frankreich. Dem Studium schlossen sich längere künstlerische Arbeitsaufenthalte in Rumänien, Spanien, Frankreich, der Schweiz und Ägypten an. Seit 2008 widmet sich Zürn verstärkt auch verschiedenen Projekten mit Kunst am Bau.
Bis Ende September des letzten Jahres war der Maler und Bildhauer mit seinem bisher größten Kunstprojekt beschäftigt: Der künstlerischen Gestaltung des ca. 42 Kilometer langen Eppinger Linienweges zwischen Eppingen und Mühlacker für den Naturpark Stromberg-Heuchelberg. Die Verteidigungsanlage "Eppinger Linien" entstand 1695-97 unter dem Türkenlouis zur Abwehr der Truppen Ludwigs XIV. zwischen Neckargemünd und Pforzheim. Seit 2013 schuf Hinrich Zürn insgesamt neun Installationen mit einer Vielzahl von Skulpturen und Gemälden. Diese Installationen – wovon eine sich auch auf Sulzfelder Gemarkung befindet – sind ein Fenster zur Regional- und Heimatgeschichte, stellen zugleich aktuelle zeitgeschichtliche Bezüge her und geben Denkanstöße und Impulse für das Zusammenleben in einem vereinten Europa.

Als künstlerische Reaktion auf das Arbeiten an den Installationen und Skulpturen zu diesem Kunstweg – die Werkmodelle werden ebenfalls in der Ausstellung zu sehen sein – schafft Hinrich Zürn eine Malerei, die eine vollständige Abkehr vom Gegenständlichen zeigt. Kraftvolle und spannungsreiche Gefüge entstehen aktuell in seinem Atelier. Zürn macht die Bildinhalte von einer perspektivischen Raumdarstellung unabhängig. Mit seinem individuellen Repertoire an künstlerischen Mitteln schafft der Künstler eine dem jeweiligen Werk selbst eingearbeitete Vermittlung von Räumlichkeit. Er lässt ein Farb- und Formgefüge entstehen, in dem die Dinge verortet werden. Erst durch diese inner¬bildlichen Beziehungen wird ein Eindruck von Räumlichkeit vermittelt. Mit Linien und Flächen modelliert er den Bildraum und arbeitet dabei mit starken Kontrasten. Der Blick des Betrachters kann sich daher nicht ungehindert durch seine Werke bewegen, sondern ist zum aktiven Sehen aufgefordert.

Die Ausstellung wird am Sonntag, den 27. September 2015, um 11 Uhr im Bürgerhaus Sulzfeld, Hauptstr. 95, durch Bürgermeisterin Sarina Pfründer eröffnet. Die einführenden Worte spricht Reinhold Weinmann, Inhaber der Galerie Grandel in Mannheim.

Am Kerwemontag ist zusätzlich von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Ansonsten gelten die üblichen Öffnungszeiten (dienstags und donnerstags von 16 bis 18 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr) oder nach Vereinbarung. Info-Telefon im Rathaus Sulzfeld: 07269/78-0.