Bürgermeisteramt Sulzfeld
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Der Startschuss für den Umbau und die Sanierung der Gebäude „Hauptstraße 63 und Königstraße 5“ erfolgte im Rahmen einer kleinen Feierstunde am vergangenen Freitag, 07.05.2011 durch einen Baggerbiss. Bürgermeisterin Sarina Pfründer steuerte das erste Mal ein solches Geräte und vollzog unter dem Applaus der Anwesenden den Baggerbiss für dieses bedeutende Investitionsvorhaben zwischen Marktplatz und Königstraße.
„Die Gemeinde meint es ernst mit ihrem planerischen Grundsatz Innerentwicklung vor Außenentwicklung“, unterstrich Bürgermeisterin Sarina Pfründer. Auf einer CD hatte ihr ein Bürger kurze Zeit zuvor Fotos aus den 1960iger Jahren von den Gebäuden im Bereich des Marktplatzes vor dem Bau des Raiffeisengebäudes überlassen. „Die Ortsmitte hat ihr Gesicht gewaltig verändert,“ unterstrich sie und freute sich, „dass mit der Sanierung des ortsbildprägenden ehemaligen Gebäudes „Westermann“ und des dahinter liegenden Areals der Marktplatz gestalterisch aufgewertet und durch das Café mit vorgesehener Außenbewirtschaftung auch belebt wird. Bürgermeisterin Pfründer unterstrich die Wichtigkeit der Innenentwicklung, machte am Beispiel eines geplanten Vorhabens in der Hauptstraße aber auch deutlich, dass trotz der Förderung aus dem ELR-Programm bei der Bereitstellung von sechs Bauplätzen der Gemeinde ein Abmangel von 150.000 Euro entsteht. Sehr zufrieden zeigte sie sich, dass immer wieder Investoren, in diesem Fall das Ehepaar Werner und Anette Herbich aus Zaisenhausen, bereit sind im alten Ortskern, auch in ältere Bausubstanz unter Denkmalschutz, zu investieren. Sieben barrierefreie Wohneinheiten werden auf dem Areal geschaffen. „Eine Initialzündung für das gesamte Quartier „Königstraße“, verspricht sich das Ortsoberhaupt wo die Gemeinde schon eine ganze Reihe von Anwesen aufgekauft hat. Ihr Dank galt allen Beteiligten, dem Gemeinderat, Altbürgermeister Eberhard Roth, dem Planer, der angrenzenden Volksbank-Raiffeisenbank sowie dem Land für die gewährten Zuschüsse aus dem ELR-Programm. „Hoffentlich fallen die avisierten Kürzungen dieser Landesmittel nicht so gravierend aus,“ sagte die Verwaltungschefin, die sich schon auf den Abschluss dieses städtebaulich bedeutenden Vorhabens im nächsten Frühjahr freut.
Architekt Wolfram Pfaus erläuterte nochmals kurz den bisherigen Verlauf der Planung, die im Herbst 2009 mit Gesprächen zwischen den Investoren und der Gemeinde begonnen hatte. Im Frühjahr 2010 fanden die Pläne im Gemeinderat breite Zustimmung, so dass mit der Baugenehmigungsplanung begonnen und parallel die Fördermittel beantragt werden konnten. Es höre sich immer alles so einfach an, es seien aber, gerade auch wenn denkmalgeschützte Gebäude betroffen sind, etliche Hürden zu nehmen, sagte der Architekt als Initiator des Großprojektes. Er bedankte sich ausdrücklich bei der Gemeindeverwaltung für die Unterstützung.
Die Planung sieht die Errichtung von sieben barrierefreien Wohneinheiten und eines Café/Bistros mit Außenterrasse vor. Die Dreigliedrigkeit des Gesamtareals mit Geschäftshaus, Lagergebäude und Wohnhaus wurde in der Planung berücksichtigt. „Die Gliederung und die Fassade des Gebäudes an der Hauptstraße bleiben erhalten“, versicherte der Architekt, auf den nun mit der Umsetzung der Planung eine weitere Herausforderung wartet. Als erster Schritt soll mit den Abbrucharbeiten der vorgesehenen Gebäudeteile begonnen werden.

Bürgermeisterin Sarina Pfründer beim Baggerbiss, daneben rechts das Investorenehepaar Anette und Werner Herbich aus Zaisenhausen und Architekt Wolfram Pfaus sowie, im Hintergrund Gemeinderäte