Bürgermeisteramt Sulzfeld
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Bürgermeisterin Sarina Pfründer mit Irina und Hedwig Boger mit der Nachbildung eines Kahnes, der in der Nähe von Riebensdorf gefunden worden war und im Juni der Gemeinde als Gastgeschenk überreicht worden ist.
Von Berlin aus haben sich Irina und Hedwig Boger auf den Weg gemacht, um die Heimat ihrer Vorfahren kennenzulernen. Die Vorfahren beider Frauen stammen aus Stetten am Heuchelberg und zählten zu den Kolonisten aus dem Kraichgau, die über die Schleswigsche Geest nach Russland ausgewandert und im Gebiet Woronesh 1766 den Ort Riebensdorf gegründet haben. Diesen Siedlern gehörten auch Familien aus Sulzfeld an. Auf die bestehenden Kontakte zur heutigen Nachfahren hoch im Norden Deutschlands und dem aktuellen Besuch einer Delegation im Juni aus Riebensdorf wird verwiesen. Bei ihrer Exkursion ins Schwäbische kamen sie auch nach Sulzfeld und statteten im Rathaus einen Besuch ab. Dabei ist ihnen aufgefallen, dass es in Sulzfeld nach wie vor den Namen „Teutsch“ gibt. Die Großmutter von Irina Boger war eine geborene Teutsch, Anna, allerdings schrieb diese sich mit „D“. Man kann allerdings davon ausgehen, dass ihre Vorfahren aus Sulzfeld kamen.
Irina Boger kam 1993 mit ihrer Familie nach Deutschland. Hedwig Boger, die mit Irma Boger nicht verwandt und diese nur per Zufall entdeckt hat, siedelte 1996 von Omsk nach Deutschland über.
Es ist schon mehrfach berichtet worden, dass die Gemeinde Riebensdorf und deren Bewohner sehr schnell zu Wohlstand kamen und auf Grund des Landmangels von dort zahlreiche Tochterkolonien gegründet worden sind. Darunter auch die Kolonie „Peter und Paul“ im Gebiet Donezk, wohin die Vorfahren von Irina Boger gezogen sind.
Bei dem Gespräch im Rathaus mit Bürgermeisterin Pfründer und Hauptamtsleiter Hettler berichteten die beiden Familienforscherinnen von ihren Eindrücken in der Heimat ihrer Vorfahren und erzählten auch von einer inzwischen großen Datenbank über die Auswanderer nach Russland und deren Nachfahren. Allein tausend Nachfahren von Peterfeldern, einer Kolonie von Riebensdorf, haben 2008 das 100-jährige Jubiläum der Gründung gefeiert.
Bürgermeisterin Pfründer berichtete von dem Besuch der Delegation aus Riebensdorf Anfang Juli in Sulzfeld.
Mit einem Erinnerungsgeschenk verabschiedete sie Irina und Hedwig Boger mit den besten Wünschen.