Bürgermeisteramt Sulzfeld
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Eine überwältigende Resonanz fand die Amtseinführung der neuen Bürgermeisterin Sarina Pfründer am vergangenen Donnerstag, 5. August 2010 in der von den Damen der Freiwilligen Feuerwehr wieder schön geschmückten Ravensburghalle. Etwa 500 Besucher hatten die Verantwortlichen erwartet.

Blick in die mit rund 900 Besuchern vollbesetzte Ravensburghalle (Foto RNZ)
Letztendlich waren es rund 900 Besucher, darunter auch zahlreiche Ehrengäste, die an dieser ersten Gemeinderatssitzung mit der neuen Bürgermeisterin teilnehmen wollten. Erst mit einer 15-minütigen Verspätung, als auch die letzten Gäste Platz genommen hatten, betrat die neue Bürgermeisterin Sarina Pfründer unter dem Beifall der Besucher die Halle.

Unter dem Beifall der Besucher betrat die neue Bürgermeisterin Sarina Pfründer mit ihrem Ehemann Markus die Ravensburghalle (Foto: RNZ)
Nach dem Auftakt durch die Feuerwehrkapelle, die die Gemeinderatssitzung unter der Leitung von Martin Tagscherer musikalisch umrahmte, zeigte sich Bürgermeisterstellvertreter Ulrich Fischer von der überwältigenden Resonanz hoch erfreut.
Im Anschluss an die Begrüßung der zahlreichen Ehrengäste musste er zunächst die Regularien einer Gemeinderatssitzung wie die Benennung der Urkundspersonen aber auch die Feststellung der fristgerechten Einladung hinter sich zu bringen. Dann bat der stellvertretende Bürgermeister Frau Sarina Pfründer auf die Bühne. Er verwies auf den Wahlprüfungsbescheid vom 27.05.2010, mit dem das Landratsamt Karlsruhe die Bürgermeisterwahl am 02. Mai 2010 für rechtskräftig erklärt hatte.
Bürgermeisterstellvertreter Fischer bestätigte, dass es für ihn eine besondere Ehre sei, die neue Bürgermeisterin zu vereidigen. Sarina Pfründer wiederholte die von ihm vorgelesene Vereidigungsformel:
„Ich schwöre, dass ich mein Amt nach bestem Wissen und Können führen,
das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, die Landesverfassung und das Recht achten und verteidigen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.
Insbesondere gelobe ich, die Rechte der Gemeinde Sulzfeld gewissenhaft zu wahren und ihr Wohl und das ihrer Einwohner nach Kräften zu fördern. So wahr mir Gott helfe.“
Mit Handschlag besiegelte er die Vereidigung und gratulierte der neuen Bürgermeisterin Sarina Pfründer im Namen aller Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich mit einem Blumenstrauß. Er verwies auf das chinesische Sprichwort in der Einladungskarte. Dort heißt es: „Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen Windmühlen“.
Bürgermeisterstellvertreter Fischer machte deutlich, dass bei den vielen persönlichen Gesprächen im Vorfeld der Bürgermeisterwahl sehr viel Vertrauen entstanden sei. Vertrauen sei ein wichtiges Element um vorwärts zu kommen und nicht Mauern, sondern im übertragenen Sinne Windmühlen aufzubauen, die sich sowohl bei leichter Brise als auch im Sturm bewähren. Es sei wichtig, dass sich Windmühlen immer drehen, dass es zu keinem Stillstand komme. Den Namen Pfründer interpretierte er auf Grund der Anfangsbuchstaben mit „perfekt, freundlich, realistisch, Überblick behaltend, neutral, diplomatisch, elanvoll und ruhig.
Er wünschte sich, dass diese positiven Eigenschaften die neue Bürgermeisterin immer begleiten sollen. Er versicherte der Vorsitzenden im Gemeinderat, dass die Kolleginnen und Kollegen im Gremium partnerschaftlich, im offenen Dialog und vertrauensvoll mit ihr zum Wohle der Gemeinde zusammenarbeiten werden. Bürgermeisterstellvertreter Fischer wünschte Frau Pfründer für ihr neues Amt alles erdenklich Gute und Gottes Segen.
Bürgermeister a. D. und Ehrenbürger der Gemeinde Sulzfeld Eberhard Roth gratulierte der neuen Bürgermeisterin Sarina Pfründer und wünschte ihr in ihrem Amt das notwendige „Fortune“, aber auch Schaffenskraft, die Erhaltung ihrer Gesundheit und Gottes Segen. Er reichte die Amtskette der Gemeinde Sulzfeld an seine Nachfolgerin weiter.

Bürgermeister a. D. gratulierte und überreichte die Amtskette an seine Nachfolgerin Sarina Pfründer
Mit dem Lied „Ich schenk´ Dir einen Regenbogen“ gratulierten die Kinder mit den Erzieherinnen des Kindergartens „Die Brücke“. Dabei übergaben sie verschiedene Geschenke, die in den einzelnen Versen des Liedes besungen wurden. Am Ende schenkten die Kinder der neuen Bürgermeisterin ein Kuchenherz mit dem Text „Ich mag Dich so!“

Die Kinder des Kindergartens „Die Brücke“ mit ihren Erzieherinnen bei ihrem Lied
Die Glückwünsche des Kreistags und der Kreisverwaltung überbrachte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. Er erinnerte an das fulminante Ergebnis der neuen Bürgermeisterin bei ihrer Wahl. Das große Vertrauen der Bevölkerung sei eine gute Basis für eine erfolgreiche Arbeit. Der Beruf des Bürgermeisters sei eine interessante und stetige Herausforderung, da sich ständig neue Aufgaben ergeben und man auch sehr engen Kontakt mit den Bürgern habe. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel bot eine gute und faire Zusammenarbeit des Landkreises und des Landratsamtes an und verwies auf eine sehr gute und enge Verbindung nach Sulzfeld, wohin er immer sehr gerne komme. Auch er wünschte für die Arbeit das notwendige Fortune, das über das Glück hinaus auch aktiv mitgestaltet werden könne. Er zeigte sich aber überzeugt, dass die jüngste Bürgermeisterin Baden-Württembergs erfolgreiche Arbeit leisten werde und wünschte ihr Gesundheit und Gottes Segen. Als Geschenk überreichte er einen Bildband.

Auch Landrat Dr. Christoph Schnaudigel gratulierte der neuen Bürgermeisterin Sarina Pfründer
Die Glückwünsche der Bürgermeisterkolleginnen und -kollegen aus den Landkreisen Karlsruhe und Heilbronn sowie des Kreisverbandes des Gemeindetages und des Vereins badischer Bürgermeister überbrachte der Kürnbacher Bürgermeister Karl-Heinz Hauser. Er sprach zunächst von epochalen Ereignissen in jüngster Zeit, die in Sulzfeld stattfanden bzw. mit der Amtseinführung nun ihren Abschluss finden. Er nannte dabei die Wahl von Frau Pfründer am 02. Mai zur Bürgermeisterin, die Verabschiedung von Bürgermeister Roth nach 40-jähriger Dienstzeit und die heutige Amtseinführung. Er wünschte Sarina Pfründer für die Tätigkeit als Bürgermeisterin alles Gute und eine glückliche Hand bei der Lösung der anstehenden Aufgaben und Probleme. Er verband damit auch den Wunsch, dass die herausragende Zustimmung der Bevölkerung bei der Bürgermeisterwahl sich in eine Unterstützung, in eine sachliche und konstruktive Begleitung in der kommenden Amtszeit wandle. Er wünschte der neuen Kollegin die Unterstützung der kommunalen Gremien sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung, damit im gemeinsamen Interesse zum Wohl der Sulzfelder Bürgerinnen und Bürger gearbeitet werden könne.
Er verwies darauf, dass die Herausforderungen an die Städte und Gemeinden gerade in einer Zeit der immer knapper werdenden finanziellen Mittel größer werden. Er zeigte sich davon überzeugt, dass die Gemeinde Sulzfeld auch mit ihrer neuen Bürgermeisterin „immer in Bewegung“ bleiben wird. Als Präsent überreichte er ein Rosenbäumchen.

Die Feuerwehrkapelle unter der Leitung von Martin Tagscherer umrahmte die Amtseinführung musikalisch
Nach einem weiteren Musikstück der Feuerwehrkapelle überbrachte Partnerschaftsausschussvorsitzender Ernst Reitermayer die Glückwünsche der Partnerstadt Avize. Die Avizer Freunde brachten zunächst ihr Bedauern zum Ausdruck, dass sie nicht persönlich bei der Amtseinführung anwesend sein konnten. Bürgermeister André Tessier beglückwünschte seine Kollegin nochmals zu dem großen Wahlerfolg und wünschte viel Erfolg bei allen zu bewältigenden Aufgaben. Nach der ersten Kontaktaufnahme bei der Verabschiedung von Bürgermeister Roth wünscht sich der Avizer Bürgermeister ein baldiges Wiedersehen in der Partnerstadt. Das Geschenk, wie könnte es aus einer Kommune in der Champagne auch anders sein, war ein edler Tropfen aus den dortigen Anbaugebieten.

Die Glückwünsche der Partnergemeine Avize überbrachte der Partnerschaftsausschussvorsitzende Ernst Reitermayer
Die Glückwünsche der Kirchengemeinden übermittelte Pfarrer Hans-Joachim Greulich. Die Symbolik des Gemeindewappens interpretierte er bei seinem Grußwort. Aus dem Wappen lasse sich, unter Berücksichtigung verschiedener Ereignisse der Ortsgeschichte, durchaus der Menschschlag der Sulzfelder und ihr Verhältnis gegenüber der Obrigkeit herauslesen. Er wünschte der neuen Bürgermeisterin ebenfalls alles Gute und Gottes Segen, und überreichte ein Buchpräsent.
Bernd Hildebrand überbrachte mit einem Blumengruß die Glückwünsche der Sulzfelder Vereine. Dabei verwies er auf die bisherige gute Zusammenarbeit, an der man festhalten und natürlich Neues versuchen sollte. Er hoffe in Frau Pfründer eine sachliche und faire Partnerin zu finden. Auf diese vertrauensvolle Basis gelte es zu bauen, um die vielfältigen gemeinsamen Aufgaben auch im sozialen und kulturellen Bereich bewältigen zu können.
Mit einem besonderen musikalischen Gruß warteten die Gemeindebediensteten auf. Passend zu dem als Bühnendekoration aufgebauten Segelboot sangen sie zu der Melodie des Freddy-Quinn-Schlagers „Seemann, lass das Träumen“ unter der Begleitung von Reinhard Kern am Akkordeon ein eigens für die neue Bürgermeisterin getextetes Lied. Der Refrain lautete: „Unser neuer Kapitän nimmt das Steuer in die Hände, aber sie ist nicht allein, denn wir steigen bei ihr ein. Unser Motto das ist klar, Sulzfeld immer in Bewegung und gemeinsam sind wir stark ein Leben lang“.
Personalratsvorsitzende Roswitha Eichner überreichte am Ende mit den besten Wünschen der Bediensteten symbolisch das Steuerrad an Frau Pfründer als neuem Kapitän des Gemeindeschiffes.

Mit einem Seemannslied gratulierten die Bediensteten der Gemeinde ihrer neuen Chefin und überreichten am Ende symbolisch das Steuerrad (Fotos RNZ)
In ihrer Rede berichtete Bürgermeisterin Sarina Pfründer, dass sie schon länger ein Auge auf Sulzfeld geworfen hatte. Vieles hätte sie an einer Bewerbung als Bürgermeisterin gereizt und schließlich habe sie sich dazu entschlossen, wohl wissend, dass „dieser Weg nicht leicht sein wird“. Am 02. Mai hätten ihr die Bürgerinnen und Bürger in beeindruckender Manier das Vertrauen ausgesprochen. Der Wahlsonntag sei ein sehr bewegender Tag gewesen, an den sie sich noch sehr lange mit Freude zurückerinnern werde. Diese Wahl sei Ehre, aber gleichzeitig auch Verpflichtung für sie. Sie freue sich auf die Arbeit mit den Herausforderungen und auf die Begegnungen mit den Menschen. Sie wünsche sich Menschen, die, wenn ein neuer Wind wehe, nicht beginnen Mauern zu bauen, sondern bereit sind, Windmühlen zu errichten, und daraus die notwendige Energie für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zum Wohle der Gemeinde Sulzfeld zu gewinnen. Sie verstehe ihre Aufgabe und Rolle als Zuhörer, Moderator und Motivator genauso wie als Ideengeber, Antreiber und Brückenbauer. Frau Pfründer unterstrich, dass im Vordergrund aber immer die Menschen stünden. Sie betrachte sich als Bürgermeisterin für alle. Ein hohes Gut sei für sie die Glaubwürdigkeit. Es müsse immer eine Einheit von Wort und Tat bestehen. Sie bat die Bürgerschaft: „Helfen Sie mit, dass es uns allen gelingt, stets das Gemeinsame im Auge zu behalten, vertrauensvoll zusammenzuarbeiten und das Allgemeinwohl als wichtigstes Leitziel zu beherzigen. Dann werden wir Sulzfeld weiter voranbringen in und eine gute Zukunft führen.“ Sie schloss ihre Rede mit den Worten von Aristoteles: „Wir können den Weg nicht ändern, aber die Segel in die richtige Richtung setzen“. Die Rede von Frau Pfründer wurde mit langanhaltendem Beifall bedacht.

Die neue Bürgermeisterin Sarina Pfründer bei ihrer Ansprache
Dankesworte richtete Bürgermeisterin Sarina Pfründer an den Kindergarten „Die Brücke“ und die Feuerwehrkapelle Sulzfeld sowie die Gemeindebediensteten für die Mitgestaltung des Programms.
Sie dankte den Sulzfelder Vereinen für die Programmgestaltung am Wahlabend, Bürgermeister a. D. Eberhard Roth für die Einführung und Vorbereitung auf die neue Aufgabe sowie ausdrücklich für seine in den letzten 40 Jahren für die Gemeinde Sulzfeld geleistete Arbeit.
Dankesworte richtete sie auch an ihren ehemaligen Chef Bürgermeister Rolf Kieser, von dem sie während ihrer Brackenheimer Zeit habe sehr viel lernen können, aber auch an den Gemeinderat, die Gemeindeverwaltung, den Bauhof für die verlässliche Vorbereitung der Veranstaltungen und die Feuerwehr für die hervorragende Bewirtung auch an diesem Abend, bei der sie am Weinstand von der Winzergenossenschaft sowie den Weingütern Pfefferle und Hagenbucher unterstützt worden ist.
Um 20.40 Uhr konnte Bürgermeister Sarina Pfründer ihre erste Gemeinderatssitzung beschließen.
Mit dem Badnerlied der Feuerwehrkapelle Sulzfeld unter der Leitung von Martin Tagscherer wurde der offizielle Teil beendet. Während des anschließenden Empfangs unterhielt die Gruppe „Abseitz“ die Besucher musikalisch und erst weit nach Mitternacht fand auch diese gelungene Großveranstaltung ihren Abschluss.

Großen Beifall erntete die Gruppe „Abseitz“ für ihren Auftritt nach dem offiziellen Teil des Programms