Bürgermeisteramt Sulzfeld
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Im Rahmen seiner Verabschiedung wurde Bürgermeister Roth in Würdigung seiner Verdienste um die Gemeinde Sulzfeld die Ehrenbürgerwürde der Gemeinde Sulzfeld verliehen.
Am Freitag, 30. Juli 2010 fand die offizielle Verabschiedung von Bürgermeister Eberhard Roth statt.
Er musste zunächst einer großen Zahl von Gratulanten die Hände schütteln, ehe er nach den Salutschüssen der Burgwehr, den letzten Kanonenschlag hatte er selbst gezündet, die Ravensburghalle betrat.
Nach dem musikalischen Auftakt durch die Feuerwehrkapelle begrüßte Bürgermeisterstellvertreter Ulrich Fischer unter den 900 Besuchern die Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, den Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, den Vizepräsident des Gemeindetages Jürgen Kurz, die Ehrenbürger Willi May und Pierre Callot, den Bürgermeister der Partnerstadt André Tessier sowie fast 50 Bürgermeisterkollegen und natürlich auch den scheidenden Bürgermeister Eberhard Roth mit seiner Familie.

Bürgermeister Roth mit Familie in der ersten Reihe
Bürgermeisterstellvertreter Ulrich Fischer zeigte sich erfreut, dass die Verabschiedungsfeier eine solche große Resonanz gezeigt hat. Er gab das Mikrofon an den SWR-Moderator Jürgen Essig weiter, der gekonnt und mit launigen Worten durch den Abend führte.
Nachdem der Männergesangverein „Sängerbund“ sein eigens für diesen Abend getextetes und komponiertes Lied „Sulzfeld immer in Bewegung“ unter der Leitung von Ursula Layher gesungen hatte, trat Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch zur Festrede ans Mikrofon.

Staatsekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch bei der Laudatio
Sie stellte fest, dass nach 40-jähriger Amtszeit mit diesem Abend in Sulzfeld eine Ära zu Ende geht. Der Eintritt in den Ruhestand sei nicht nur für Bürgermeister Roth und seine Familie, sondern auch für die Gemeinde Sulzfeld und die Menschen, die hier leben, ein denkwürdiger Tag. Bürgermeister Roth könne mit Stolz und Zufriedenheit auf ein beachtliches Lebenswerk zurückblicken. In ihrer Rede hielt sie sich nicht an die von ihr zitierte Aussage von Theodor Fontane „Abschiedsworte müssen kurz sein wie Liebeserklärungen“, weil die Reihe der Verdienste von Bürgermeister Roth, die sie alle in Erinnerung rief, zu lang waren. Sie bestätigte dem scheidenden Ortsoberhaupt, dass Sulzfeld nicht nur eine lebendige Gemeinde ist, sondern auch immer vorne mit dabei war, wenn es um Zukunftsperspektiven einer Kommune ging. Als Bürgermeister habe er immer Entwicklungen und Probleme frühzeitig erkannt und rechtzeitig darauf reagiert. Staatssekretärin Gurr-Hirsch ging auch auf die vielfältigen Tätigkeiten von Bürgermeister Roth außerhalb seines eigentlichen Dienstes, wie Kreistag, Regionalverband, Gemeindetag aber auch der Wirtschaftsfördergesellschaft mit den umliegenden Gemeinden ein. Besonders hervor hob sie die Bemühungen der Gemeinde Sulzfeld, im Rahmen des Modellvorhabens „Siedlungsökologisches Quartierskonzept“ den alten Ortskern zu revitalisieren.
Als besonderes Geschenk übergab sie einen Bewilligungsbescheid über Fördermittel von 331.000 Euro für die Fortsetzung des Projektes im Bereich der Königstraße.
Die Politikerin bestätigte Bürgermeister Roth, dass er immer als Motor und Ideengeber für die Entwicklung Sulzfelds gewirkt und sich stetig für die Belange der Gemeinde eingesetzt habe. Sie sprach ihm für seine Arbeit in Sulzfeld den Dank und die Anerkennung der Landesregierung aus. Mit Stolz und Zufriedenheit könne er heute auf das Geleistete zurückblicken. Sie wünschte Bürgermeister Roth und seiner Familie alles Gute, vor allem Gesundheit und übergab dem Bürgermeister als Geschenk ein „Baden-Württemberg Vesper“.
Landrat Dr. Christoph Schnaudigel erinnerte in seiner Rede an seine erste Begegnung mit Bürgermeister Roth in dessen Amtszimmer im Rathaus. Im Laufe dieses Gespräches war eine gegenseitige Sympathie festzustellen und so traute er sich auch den Bürgermeister einer badischen Gemeinde zu fragen, wie Fanartikel des VfB Stuttgart auf seinen Schreibtisch kommen. Dr. Schnaudigel, zu der Zeit erster Landesbeamter im Landkreis, war dann klar, dass er auch als Wahlschwabe durchaus Chancen als Landrat im badischen Karlsruhe haben kann. Der Landrat verwies auf die langjährige Tätigkeit von Bürgermeister Roth im Kreistag, dem er seit 1973 angehört und seit 1979 Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler ist. Dr. Christoph Schnaudigel schätzt an Bürgermeister Roth insbesondere seine offene und ehrliche Art und natürlich auch sein Blick für das Machbare. Er habe klare Vorstellungen, die er auch nachdrücklich vertritt, trotzdem sei er immer auch ein Mann des Ausgleichs gewesen. Das Wort von Bürgermeister Roth habe im Kreistag Gewicht, auch er selbst tausche sich immer sehr gerne mit ihm aus. Die Wertschätzung von Bürgermeister Roth komme auch darin zum Ausdruck, dass er dem Ältestenrat des Kreistags angehört und einer der Stellvertreter des Landrats sei. In Anerkennung seiner Verdienste um den Landkreis Karlsruhe überreichte Landrat Dr. Schnaudigel Bürgermeiste Roth die Große Ehrenmedaille des Landkreises.

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel überreichte Bürgermeister Eberhard Roth die Ehrenmedaille des Landkreises Karlsruhe
Eine weitere Auszeichnung wurde Bürgermeister Eberhard Roth durch den Vizepräsidenten des Gemeindetages Bürgermeister aus Niefern-Öschelbronn Jürgen Kurz zuteil. Seit 1987 war Bürgermeister Roth Mitglied des Finanzausschusses des Gemeindetages und stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes Karlsruhe und seit 11 Jahren ordentliches Mitglied des Landesvorstandes des Gemeindetages. Er hat die Arbeit dieser Gremien mitgeprägt und dabei viele Stellungnahmen der kommunalen Seite zu Gesetzentwürfen und Verordnungen mit auf den Weg gebracht.
Es sei schon etwas besonderes, so Bürgermeister Kurz, 40 Jahre Bürgermeister einer Gemeinde zu sein, gerade in einer Zeit, in der die Menschen immer wieder Veränderungen wünschen. Mit Eberhard Roth verlasse ein Gemeindekapitän mit klarem Blick für das Machbare das Gemeindeschiff, das er an vielen Klippen vorbei mit guten Ideen und profunder Finanzkenntnis durch das kommunale Meer, auch mit wechselnden Windrichtungen, gesteuert habe. Er bezeichnete Bürgermeister Roth als alten, erfahrenen Hasen im Geschäft, kampferprobt und jemand, dem in seiner 40-jährigen Amtszeit nichts unbekannt geblieben sei. In Anerkennung seiner Leistung und der großen Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung, um Bürger und Gemeinde, überreichte Vizepräsident Jürgen Kurz die höchste Ehrung die der Gemeindetag Baden-Württemberg zu vergeben hat, die Freiherr-vom-Stein-Medaille, sozusagen „den Oskar“ des Gemeindetages an Bürgermeister Eberhard Roth.

Der Vizepräsident des Gemeindetages Jürgen Kurz überreicht die Freiherr-vom-Stein-Medaille
In Anspielung auf den 66. Geburtstag von Bürgermeister Roth, den dieser im Juni feiern konnte, sangen der Arbeitergesangverein, der Frauenchor des MGV „Sängerbundes“ sowie der Evangelische und der Katholische Kirchenchor den Titel von Udo Jürgens „Mit 66 Jahren..“ Der aus weit über 100 Sängerinnen und Sängern bestehende Chor begeisterte unter der Leitung von Andrea Luz die Besucher mit dem Lied.

Der Chor begeisterte die Besucher
Die Grüße der Partnerstadt Avize überbrachte Bürgermeister André Tessier und der langjährige Bürgermeister von Avize und Ehrenbürger der Gemeinde Sulzfeld, Pierre Callot. Dieser erinnerte an die Gründung der Partnerschaft. Die Partnerschaftsausschussvorsitzende Isabelle Lemaire übersetzte die Reden.

Auch die Partnerstadt überbrachte Grüße, auf dem Bild Bürgermeister a.D. Pierre Callot und die Partnerschaftsausschussvorsitzende Isabelle Lemaire
Um die Verabschiedungsfeier nicht zu einem endlosen Redemarathon werden zu lassen, haben sich die Organisatoren entschieden, einige der vorgesehenen Redner in einer Talkrunde zu Wort kommen zu lassen. So berichtete Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, dass die Bürgermeister aus dem östlichen Landkreis durchaus ein Machtfaktor im Kreistag sind und beachtet werden. Pfarrer Fränkle offenbarte, dass er an Bürgermeister Roth dessen hervorragendes Gedächtnis bewundere. Das Verhältnis zwischen der Evangelischen Kirchengemeinde und der politischen Gemeinde sei sehr gut gewesen. Man habe vertrauensvoll zusammengearbeitet.
Vereinssprecher Bernd Hildebrand bestätigte dem scheidenden Bürgermeister, dass er in all den Jahren stets ein offenes Ohr für die Vereine und deren Probleme gehabt habe. Zu den Fußballspielen sei er nur selten, in der Regel nur zu den Relegationsspielen gekommen, dann aber habe der FVS immer verloren. Bernd Hildebrand überreichte dem langjährigen Ortsoberhaupt als Geschenk der Vereine einen Laptop und darüber hinaus haben die Vereine als zusätzliches Geschenk das spätere Feuerwerk finanziert.

Die Teilnehmer der Gesprächsrunde von links: Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, Personalratsvorsitzende Roswitha Eichner, Bürgermeister Wolfgang Bratzel, Moderator Jürgen Essig, Pfarrer Jürgen Fränkle und Vereinssprecher Bernd Hildebrand
Die Lacher auf seiner Seite hatte Bürgermeister Wolfgang Bratzel als er von der Ballonfahrt im Rahmen eines Partnerschaftsjubiläums erzählte, die er gemeinsam mit Bürgermeister Roth und dem Avizer Kollegen Pierre Callot unternommen hatte. Er sei heute noch froh, dass er die Notlandung auf einem Getreideacker in der Nähe von Oberderdingen ohne Knochenbrüche überlebt habe. In der Ravensburghalle seien die drei Bürgermeister dann unter Verlust einiger Haare getauft worden, wie dies bei Ballonfahrten Tradition ist. Über diese etwas schmerzliche Begegnung hinaus sei das Verhältnis zwischen ihm und seinem Sulzfelder Kollegen immer freundschaftlich und von großer Kollegialität geprägt gewesen.
Nur lobende Worte hatte auch die Personalvorsitzende Roswitha Eichner für ihren Chef. In Versform brachte sie den Werdegang des Bürgermeisters nochmals in Erinnerung, wobei die Musik im Hintergrund dem Vortrag ein besonderes Flair verlieh. Am Ende entrollten die auf der Bühne versammelten Gemeindebediensteten ein Plakat und sagten so ihrem Chef „Danke“.

Der Evangelische Posaunenchor bei seinem musikalischen Gruß. Im Hintergrund der Banner mit Fotos von den verschiedenen Stationen der Amtszeit von Bürgermeister Roth
Nach dem gelungenen musikalischen Gruß des Evangelischen Posaunenchors mit dem Musikstück „Just a closer walk with Thee“, unter der Leitung von Juliane Hötzer wurden die kommunalpolitische Tätigkeit und verschiedene persönlichen Erlebnisse von den ehemaligen und aktuellen Bürgermeisterstellvertretern durch Karl Eckl, Wilfried Weigert, Rolf Becker, Dietmar Finck und Ulrich Fischer kommentiert und zum Besten gegeben.
So berichtete Bürgermeisterstellvertreter Eckl, dass er Eberhard Roth zunächst keine Chancen auf den Bürgermeistersessel in Sulzfeld eingeräumt, aber nach der ersten Wahlveranstaltung seine Meinung geändert habe. Als sein Lehrmeister in Sachen Jagd erzählte er auch von den Anfängen des Jägers Eberhard Roth, der vor seinem ersten Abschuss doch etwas ins Zittern geraten sei. Beim Einschießen des Gewehrs des Jungjägers Roth hatte man eine Postkarte als Zielscheibe verwendet. Als Bürgermeister Roth diese getroffen hat, hat er ihm aber klargemacht, dass nicht die Postkarte, sondern die darauf befindliche Briefmarke das eigentliche Ziel gewesen sei.
Bürgermeisterstellvertreter Wilfried Weigert berichtete von Erlebnissen auf den Konzertreisen der Feuerwehrkapelle mit dem Bürgermeister. Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung seien sie einmal einer Verhaftung und einem Gerichtstermin nur dank des Charmes und der hervorragenden Englischkenntnissen des Bürgermeisters entgangen.
Von legendären Nachsitzungen in der Bäckerei erzählte Stellvertreter Dietmar Finck. Sein Vater Fritz habe in der Backstube absichtlich eingeheizt, dass die Kommunalpolitiker weit nach Mitternacht richtig ins Schwitzen gekommen sind. Beim Probebacken sei immer darauf geachtet worden, dass der schöne Anzug von Bürgermeister Roth auch ordentlich Mehl abgekommen habe.
Rolf Becker lobte den fairen und respektvollen Umgang des Bürgermeisters mit dem Gemeinderat. Man sei sich stets mit Respekt und gegenseitiger Achtung begegnet. Bürgermeister Roth habe es verstanden, die unterschiedlichen Meinungen zusammenzuführen und dabei ziel- und ergebnisorientiert zu arbeiten.
Bürgermeisterstellvertreter Fischer rief dann neben den Bürgermeisterstellvertretern auch die beiden anwesenden Sulzfelder Ehrenbürger und Bürgermeister Eberhard Roth zu einer besonderen Ehrung auf die Bühne.

Auf dem Bild die ehemaligen und aktuellen Bürgermeisterstellvertreter mit den Ehrenbürgern der Gemeinde Sulzfeld und Frau Marianne Roth
Er verwies darauf, dass am heutigen Abend schon sehr viel über die Verdienste von Bürgermeister Roth um die Gemeinde Sulzfeld und der Bevölkerung gesagt worden war. All dies komme auch in dem Ehrenbürgerbrief, den er anschließend verlas, zum Ausdruck:
Die höchste Auszeichnung, die eine Gemeinde zu vergeben hat, ist die Verleihung des Ehrenbürgerrechts.
Eberhard Roth ist seit dem 01. August 1970 Bürgermeister der Gemeinde Sulzfeld. In den vier Jahrzehnten seiner Amtszeit hat Sulzfeld den strukturellen Wandel von einer landwirtschaftlich geprägten Gemeinde zu einer weithin bekannten leistungsfähigen Kommune mit einer zukunftsorientierten Landwirtschaft, einem Weinbau mit hohem Qualitätsanspruch, einem bodenständigen Gewerbe, einer namhaften Industrie, einem vielseitigen Dienstleistungsbereich und einer sehr guten Infrastruktur vollzogen.
40 Jahre Bürgermeister einer Gemeinde zu sein, ist eine Lebensleistung. Eberhard Roth war nicht nur ein Verwalter, er war insbesondere ein Gestalter! Als Initiator und Triebfeder bei der Realisierung vieler kommunaler Projekte hat er entscheidenden Anteil an der positiven Entwicklung der Gemeinde Sulzfeld.
Bei allem Elan und dem Willen etwas zu bewegen, stand bei ihm immer der Mensch im Vordergrund. Er hatte stets ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Bürgerinnen und Bürger. Andere Meinungen zu respektieren, war für ihn eine Selbstverständlichkeit.
Großen Wert legte Eberhard Roth darauf, dass man sich im Gemeinderat immer offen und ehrlich, mit Respekt und Achtung begegnete. Dies war sicherlich auch ein Grund für die erfolgreiche Arbeit in dem Gremium in den zurückliegenden vierzig Jahren.
Eberhard Roth ist eine Persönlichkeit, die nicht nur in Sulzfeld, sondern weit darüber hinaus in vielen Gremien, u.a. im Kreistag, im Regionalverband und im Gemeindetag überaus geschätzt und geachtet wird. Er war ein hervorragender Repräsentant der Gemeinde Sulzfeld.
Bürgermeister Eberhard Roth hat sich in den 40 Jahren seiner Amtszeit in besonderer Weise für das Wohl der Gemeinde Sulzfeld und seiner Bevölkerung verdient gemacht.
Der Gemeinderat der Gemeinde Sulzfeld hat in seiner Sitzung am 08.06.2010 den einstimmigen Beschluss gefasst:
In Würdigung der großen Verdienste um die Gemeinde Sulzfeld
in seiner 40jährigen Amtszeit
vom 01. August 1970 bis 31. Juli 2010
wird
Bürgermeister Eberhard Roth
gemäß § 22 der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg
das Ehrenbürgerrecht der Gemeinde Sulzfeld
verliehen.
Sulzfeld, 30. Juli 2010
Ulrich Fischer
Bürgermeisterstellvertreter
Bürgermeisterstellvertreter Fischer überreichte den Ehrenbürgerbrief und eine eigens von der Majolika gefertigte Kachel (siehe Foto auf der Titelseite). Sichtlich gerührt nahm der scheidende Bürgermeister unter lang anhaltenden stehenden Ovationen der Besucher diese Ehrung entgegen.

Mit stehenden Ovationen bedachten die Besucher Bürgermeister Roth
Bürgermeisterstellvertreter Fischer dankte auch Marianne Roth für all die Unterstützung, die sie in den vergangenen vier Jahrzehnten ihrem Mann zu Teil hat werden lassen mit einem Blumengebinde. So manche Stunde habe sie und ihre Familie auf den Jubilar verzichten müssen.
Etwas besonderes hatten sich die Sulzfelder Chöre einfallen lassen. Nach der Melodie des Liedes „Danke, danke, danke“ hatte Karin Fichtner mit ihrer Tochter Nicole und Heidrun Fundis ein Lied mit 15 Versen getextet. Darin sagten die Chöre unter der Leitung von Heidrun Fundis Bürgermeister Roth musikalisch Dank für seine verdienstvolle Tätigkeit als Bürgermeister der Gemeinde Sulzfeld.
In seinen Dankesworten strich Bürgermeister nochmals heraus, dass er gerne Bürgermeister in Sulzfeld gewesen sei. Er dankte allen, die ihn in diesen 40 Jahren begleitet haben und zur erfolgreichen Arbeit beigetragen haben. Sein besonderer Dank galt seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, von denen er stellvertretend Hauptamtsleiter Bernfried Hettler, seine Sekretärin Petra Hecker und die Personalratsvorsitzende Roswitha Eichner nannte. Nach langanhaltenden stehenden Ovationen trat er von der Bühne ab.
Nochmals sehr emotional wurde es in der Ravensburghalle, als die Feuerwehrkapelle unter der Leitung von Martin Tagscherer zum Abschluss das Lied „My Way“ von Frank Sinatra spielte.
Bürgermeisterstellvertreter Fischer blieb es am Ende Dank zu sagen, Dank an alle, die zum Gelingen dieses Abends beigetragen haben: der Burgwehr, den Chören und der Feuerwehrkapelle für die musikalische Umrahmung, der Feuerwehr für die gelungene Ausschmückung der Ravensburghalle und die Bewirtung, seinen Stellvertretern und dem Team um Hauptamtsleiter Hettler für die Organisation des Abends. Es war gelungen, Bürgermeister Roth einen würdigen Abschied seiner 40-jährigen Amtszeit zu bereiten.
Im Anschluss an den offiziellen Teil wartete vor der Halle die „Strasser-Garde“ Rheinhausen im schottischen Look mit einer musikalischen Überraschung auf. Nach dem begeisternden Auftritt der Musiker mit ihren Dudelsäcken wurde der Abend mit einem brillanten Feuerwerk auf der Rathauswiese beschlossen.
Bis in die frühen Morgenstunden nahm Bürgermeister Roth zu den Klängen der Feuerwehrkapelle Abschied von Kollegen, Wegbegleitern sowie Bürgerinnen und Bürgern.