Bürgermeisteramt Sulzfeld
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Die Studenten der Fachhochschule Erfurt mit Professor Gerhard Meyer, Bürgermeister Eberhard Roth und dem Vorsitzenden des Turnvereins Jürgen Widmann
Träumen ist erlaubt. Keine Frage. Meist gehen die schönen Wünsche allerdings nicht in Erfüllung. So wird es auch den Sulzfeldern gehen. Denn am Freitag stellten mit Sybille Boy, Oliver Anerseck, Florian Hoppe, Melanie Rudolph und Sary Säubert fünf Architekturstudenten der Fachhochschule Erfurt ihre Diplomarbeiten zum Thema „Sportkomplex Sulzfeld – Erweiterung und nachhaltige Entwicklung“ vor.
Und manchem schienen die Projekte wirklich wie ein Traum. Allerdings einer, der nicht so schnell in Erfüllung gehen wird. Denn die meisten Entwürfe liegen bei einem Investitionsvolumen von rund acht Millionen Euro und sind für einen Ort wie Sulzfeld überdimensioniert. Doch dies war beabsichtigt. „Wir wollten Möglichkeiten aufzeigen und nicht einfach einen Sportplatz und ein Klubhaus mit 14 Toiletten entwerfen“, sagte Professor Gerhard Meyer. „Wir wollten auch etwas provozieren.
Die Studenten haben daran vier bis fünf Monate gearbeitet wie die Pferde. Wir haben versucht, den Horizont etwas weiter zu fassen.“ Über den Tellerrand habe man blicken wollen und sich nicht mit der Nase kurz über der Erdkrume bewegen wollen, sagte Meyer: „Der TV und der FVS sollten zusammengeführt werden.“
Denkanstöße Im Vorfeld durften Gemeinde und Vertreter der Vereine und Abteilungen ihre Wünsche äußern. Eine Tennishalle stand beispielsweise auf der Liste, ein dritter Fußballplatz und mehr Einheit als bisher. Außerdem sollten die Betriebskosten so gering wie möglich sein und der Festplatz mit einbezogen werden. Gemeinsam hatten die Entwürfe deshalb Solaranlagen, Fotovoltaik und eine große Zisterne zur Bewässerung.
Sybille Boy verlegte gar den Festplatz. Direkt auf das Sportgelände. Was die Situation mit den sanitären Anlagen vereinfachen würde. „Wir liefern ernsthaft untersetzte Denkanstöße. Machbarkeitsstudien sind mit dabei“, sagte Meyer. „Wir wollten auch Optionen aufzeigen. “So enthielt ein Entwurf auch eine Herberge mit Zimmervermietung, durch die längerfristig Geld eingespielt werden könnte. Vor allem die Gebäude wurden großzügig dimensioniert, Gymnastikhallen vorgesehen, Fitnessstudios oder gar Massageräume. Weitere Ideen: Basketball-und Volleyballfeld, Minigolfanlage und Beachplatz.
Erkenntnisse Ganz wichtig war Bürgermeister Eberhard Roth, dass alles barrierefrei ist. „Für mich haben sich schon Erkenntnisse ergeben, die sich im Bereich des Mittelfristigen umsetzen lassen. Es schadet doch nichts, den Blick weiter zu fassen“, meinte er. Und so profitieren am Ende beide Seiten von den Diplomarbeiten. Am Ende hatten alle Ideenlieferanten die Konzentration um das jetzige Stadion gemeinsam. Dichter gedrängt als bisher und mit mehr Bausubstanz. In den nächsten Wochen sind die Modelle und Pläne noch im Sulzfelder Rathaus zu besichtigen Während der Energietage am kommenden Wochenende sind die Modelle, allerdings erst samstags ab 13.30 Uhr, im Rathaus, im Trauzimmer, 1 OG zu sehen. Ab nächste Woche werden diese dann wieder im Rathausfoyer im 1. und 2. OG mit den kompletten Plantafeln aufgebaut